
Ich blicke gerade aus meinem Fenster, schaue auf die große Festung, welche ein Zeichen von Würzburg ist, genieße den Duft der Kerzen, die in meinem Zimmer brennen und lass mir die letzten Wochen durch den Kopf gehen.
So vieles ist passiert. Doch so langsam hat auch mich der Alltag eingeholt. Die erste Klausur ist schon geschrieben, die ersten Freundschaften geknüpft und ich bekomme immer mehr einen Überblick über mein Studium.
Die Zeit verging so schnell, dass ich mit erschrecken feststellen musste, dass nun Advent und in fast vier Wochen Weihnachten ist.
Immer wieder gleiten meine Gedanken an das letzte Jahr zurück. Die vergangene Adventszeit in Peru war ganz anders, als diese, die jetzt vor mir liegt. Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass ich Grundschullehramt in Würzburg studieren werde? Ich sicher nicht. Doch trotz allem bin ich zuversichtlich, dass es genau richtig ist, wo ich gerade bin.
Ich wurde beschenkt mit lauter tollen Menschen, die mein Leben bereichern, mir immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern oder sich über ein paar meiner Eigenheiten lustig machen. Ich bin dankbar. Dankbar dafür, dass Gott alles so wunderbar vorbereitet hat.
Diese Adventszeit möchte ich mir eigentlich vornehmen wirklich zur Ruhe zu kommen. All den Stress mit dem Studium und den Weihnachtsvorbereitungen zu entkommen und mich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist.
Leichter gesagt als getan, ich weiß. Doch es gibt so viel wofür ich dankbar sein kann, und das sollte nicht untergehen.
Ich wünsche euch eine gesegnete und vor allem ruhige Adventszeit. Vergesst neben den ganzen Vorbereitungen nicht den Sinn des Adventes und gesteht euch selbst ein paar Minuten der Besinnung, trotz allem geschäftigen Treiben, ein.
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